Kunststoffverarbeitung: Spritzgussanlage in einer Produktionshalle
Spritzguss & Extrusion

„Wie hoch ist unser Ausschuss?“ hat in Spritzgusswerken meist vier richtige Antworten.

Maschine, QS, Schicht und ERP zählen jeder anders. RheoNet rechnet die Zahlen gegeneinander und zeigt, wo Ausschuss, Rüstzeit und Stillstand wirklich entstehen. Im zweiten Schritt optimiert es die Rüstreihenfolge. Ohne MES-Wechsel.

Typische Situationen

Fünf Situationen aus dem Spritzgusswerk

Nicht, weil jemand etwas falsch macht. Sondern weil die Daten in getrennten Systemen liegen, die nie miteinander rechnen.

Ausschuss

Ausschuss in vier Systemen.

Die Maschine markiert schlechte Zyklen, die QS sperrt nach Sichtkontrolle, die Schicht meldet Anfahrteile (oder nicht), das ERP rechnet Gutmenge gegen Sollmenge. Jede Zahl ist richtig, keine stimmt mit der anderen überein. Ursachendiskussionen beginnen mit Zahlendiskussionen.

Rüsten

Rüsten geht in der Auftragszeit unter.

Ob Rüsten heute schneller war als geplant, weiß man Ende der Woche. Plan-Ist je Werkzeug fehlt an dem Tag, an dem man reagieren könnte.

Stillstand

Stillstände erfährt die Schicht beim Rundgang.

Die Maschine steht, und die Information erreicht den Schichtführer, wenn jemand vorbeikommt. Nicht in dem Moment, in dem noch jemand handeln kann.

Prozessparameter

Der Einrichter weiß, warum die Maschine zickt. Das System nicht.

Prozessparameter und Ausschuss liegen in getrennten Welten. Zusammenhänge zwischen Werkzeug, Charge, Halle und Luftfeuchte sind bekannt, aber nirgends dokumentiert.

Datenquellen

Datenquellen, die nie angebunden wurden.

Der Sensor an Maschine 7, die Excel-Liste der Sichtkontrolle, der Kamera-Export. Jede für sich kein Projekt wert, zusammen der Grund, warum Analysen im Bauchgefühl enden.

Was das System zeigt

Was RheoNet im Spritzgusswerk sichtbar macht

Das System liest Maschine, QS, Schicht und ERP so, wie die Daten heute anfallen, und rechnet den Materialfluss zwischen Maschine, Prüfplatz und Rückmeldung.

01

Ausschuss-Rechnung über alle Systeme

Zyklen an der Maschine minus aussortierte Zyklen minus QS-Sperrungen minus gemeldeter Anfahrausschuss ergibt die verfügbaren Gutteile. Die Differenz zur ERP-Rückmeldung wird sichtbar, statt zu verschwinden. Danach auswertbar je Werkzeug, Charge, Schicht und Parameter.

02

Rüst-Abweichung am Tag des Rüstens

Geplante gegen tatsächliche Rüstzeit je Auftrag und Werkzeug. Auch ohne separate Rüsterfassung, abgeleitet aus dem Maschinenstatus. Sobald die Ist-Zeiten je Werkzeug stehen, ist das die Grundlage für Rüstoptimierung: Reihenfolge und Kampagnen.

03

Stillstände als Meldung aufs Handy

Eine Meldung pro Ereignis: Maschine, was, wo. Auftragsnummer nur, wenn es ein Auftragsereignis ist. Kurz genug, um sie sich beim Rundgang vorlesen zu lassen.

04

Prozessparameter und Ausschuss in einer Ansicht

Das System markiert, wo Zykluszeit, Nachdruck oder Zylindertemperatur mit Ausschuss zusammenlaufen. Der Einrichter ordnet ein (Bemusterung, Musterwerkzeug) und spielt es mit einem Kommentar zurück. Beim nächsten Mal alarmiert das System nicht mehr.

05

Neue Quellen ohne Projekt

Umgebungssensor, Excel-Liste, Kamera-Export: Das System liest das Format, schlägt ein Mapping vor, der Mensch gibt frei. Danach liegen Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck neben Zykluszeit und Prozessparametern.

06

Maßnahme geprüft statt vermutet

Werkzeug geändert, Material gewechselt, Trockner eingestellt: Ob es gewirkt hat, zeigt der Vergleich derselben Zahlen vor und nach der Maßnahme, je Werkzeug, Charge und Schicht. Weil die Daten im Kontext gespeichert sind, ist das auch Monate später eine Abfrage und kein Rechercheprojekt.

07

KI-Assistent auf den echten Daten

Fragen in natürlicher Sprache, Antworten aus Ihren Daten: „Ist der Ausschuss an Werkzeug 14 seit dem Chargenwechsel im Mai gesunken?“ Der Mensch entscheidet, das System liefert die Grundlage.

Ansicht

Handeln, sortiert nach Dringlichkeit

Oben steht, was jetzt Aufmerksamkeit braucht: eine Maschine mit Ausschuss über Toleranz, zugewiesen an den, der gerade Schicht hat. Darunter läuft die Produktion je Maschine mit Auftrag und Werkzeug. Quittiert wird am Handy, beim Rundgang. Das System merkt sich, wer sich gekümmert hat.

RheoNet Aktionen-Ansicht auf dem Handy: eine Maschine mit Ausschuss zum Quittieren, darunter die laufende Produktion je Maschine mit Auftrag und Werkzeug
Datenbasis

Was ein Start braucht. Und was nicht.

RheoNet liest die Daten so, wie sie heute anfallen. Welcher Ausschnitt für den ersten Blick reicht, klären wir im Gespräch. Die Anbindung an die laufenden Quellen kommt im Pilot.

Das reicht für den Start

  • checkERP-Rückmeldungen als Export (CSV, Excel, SQL)
  • checkMaschinendaten so, wie sie anfallen: Euromap 63/77, OPC UA, Dateiordner oder Leitrechner-Export
  • checkQS-Buchungen (Sperrungen, Sichtkontrolle)
  • checkOptional: Zeitwirtschaft, Excel-Listen, Umgebungssensoren

Das ist nicht nötig

  • closeKein MES-Projekt und kein MES-Wechsel
  • closeKeine neuen Meldepunkte an den Maschinen
  • closeKein Data-Engineering-Team auf Ihrer Seite
  • closeKein Eingriff in laufende Systeme

Was danach kommt

Rüstoptimierung: Reihenfolge und Kampagnen

Wenn Ausschuss, Rüst-Abweichung und Stillstände je Werkzeug und Auftrag sichtbar sind, wird die nächste Frage rechenbar: Welche Reihenfolge und welche Kampagnenbildung sparen Rüstzeit, ohne Termine zu gefährden? Das ist der zweite Schritt, nicht der Einstieg. Geändert wird im Gantt oder per Chat: „Schieb Auftrag X zwei Stunden nach hinten“, das System verschiebt Rüst- und Transportschritte mit.

RheoNet Planung: Gantt-Ansicht mit Spritzgussmaschinen und Auftragsreihenfolge im Entwurfsplan
RheoNet KI-Assistent auf dem Handy: ein Auftrag wird per Chat um zwei Stunden nach hinten verschoben, Rüst- und Transportschritte wandern mit