Elektronikmontage: Produktionshalle mit Montagelinie und Prüfplätzen
Elektronikmontage · Prüffeld · Puffer

Einstelliger Flussgrad. Der Rest der Durchlaufzeit ist Warten.

In Elektronikmontagen liegt der Flussgrad oft im einstelligen Prozentbereich. RheoNet zeigt, wo Baugruppen zwischen den Stationen liegen, welche Aufträge den Termin reißen und wo Nacharbeit Prüfkapazität belegt. Als Entscheidungsunterstützung über ERP und MES, nicht als neues System.

Typische Situationen

Fünf Situationen aus der Elektronikmontage

Nicht, weil jemand etwas falsch macht. Sondern weil ERP, MES und Prüfprotokolle jeweils einen Teil kennen und keiner das Ganze.

Liegezeit

Die Geräte liegen. Wo und wie lange, weiß niemand.

Bearbeitungszeit ist ein Bruchteil der Durchlaufzeit. Der Rest verteilt sich auf Puffer vor dem Prüffeld, Zwischenlager und Wartezeiten auf Freigabe. Dasselbe Produkt braucht mal zwei, mal acht Tage.

First Pass Yield

Ausschuss fast null. First Pass Yield eine andere Geschichte.

Ein durchgefallenes Prüfergebnis ist kein Ausschuss, sondern ein zweiter Durchlauf. Jeder Wiederholungslauf belegt eine Station, verlängert die Durchlaufzeit und taucht in keiner Ausschussstatistik auf. Versteckte Kapazität, die nicht in der OEE steht.

Vorlauf

Aufträge müssen Tage vorher eingekippt werden.

Drei bis fünf Tage Vorlauf sind die Regel. Mit ein bis zwei Tagen wäre man am Markt vorn. Das ist ein Umsatzargument, kein Kostenargument.

WIP

WIP vor dem Prüffeld eskaliert, und man merkt es, wenn es zu spät ist.

Kein Alarm, nur der Monatsbericht. Bis dahin hat der Puffer die Linie dahinter schon ausgebremst.

ERP und MES

ERP kennt den Auftrag, MES kennt die Linie, die Verbindung ist manuell.

Plan und Shopfloor-Realität laufen auseinander. Wer wissen will, wo ein Auftrag gerade steht, fragt jemanden, der nachsieht.

Was das System zeigt

Was RheoNet in der Elektronikmontage sichtbar macht

Das System liest ERP-Rückmeldungen und Prüfprotokolle so, wie sie heute anfallen, und rechnet den Fluss zwischen den Stationen. Das MES steuert weiter.

01

Liegezeit je Station und Auftrag

Aus Start und Ende je Arbeitsgang, ob aus Rückmeldung oder Prüfprotokoll, wird sichtbar, wo Baugruppen wie lange warten. Flussgrad je Produktfamilie, nicht als Schätzung, sondern gerechnet.

02

First Pass Yield je Station

Aus Seriennummer, Station, Zeitstempel und Ergebnis entsteht eine Wiederholrate je Station und Produktfamilie. Dazu eine Liste, wo Nacharbeit gerade Kapazität belegt. Die Daten liegen meist schon in den Prüfprotokollen.

03

Verzugsrisiko je Auftrag

Aus Liefertermin, Fortschritt und aktueller Liegezeit erkennt das System Aufträge, die den Termin voraussichtlich reißen, bevor es der Kunde tut. Als Meldung, nicht als Report.

04

Puffer und WIP je Bereich

Bestände zwischen den Arbeitsgängen je Bereich. Eskalation wird sichtbar, bevor die Linie blockiert, nicht im Monatsbericht danach.

05

Produktionscockpit über ERP und MES

Eine Ansicht, die die operative Frage beantwortet: Was liegt wo, was ist kritisch, was sollte als Nächstes laufen. Der Mensch entscheidet, das MES steuert weiter.

06

KI-Assistent auf den echten Daten

Fragen in natürlicher Sprache, Antworten aus Ihren Daten: „Welche Aufträge reißen den Termin, wenn Prüfplatz 3 heute ausfällt?“

Ansicht

Termintreue mit Namen dran

Nicht nur die Quote, sondern die Liste: welche Aufträge verspätet sind, um wie viele Stunden, und was in der Woche passiert ist. Die Zusammenfassung oben schreibt das System aus den Ereignissen selbst: Engpass, Ursache, offene Risiken. OEE, WIP und Durchlaufzeit stehen daneben, gerechnet aus denselben Daten.

RheoNet Analytik: Termintreue, Liste verspäteter Aufträge, KI-Zusammenfassung der Woche und OEE im Zeitverlauf
Ansicht

Plan gegen Ist, je Arbeitsgang und Station

Reflow, Bestückung, AOI, ICT: Für jeden Prozess steht die hinterlegte Zeit neben der gemessenen, mit Abweichung in Sekunden und Prozent und der Zahl der Beobachtungen dahinter. Wo die Stammdaten seit Jahren nicht mehr stimmen, schreibt das System den Ist-Wert auf Klick zurück. Nachvollziehbar, nicht still im Hintergrund.

RheoNet Planabweichung: Tabelle mit Plan- und Ist-Prozesszeit je Station, Abweichung in Prozent und Schaltfläche zum Zurückschreiben
Datenbasis

Was ein Start braucht. Und was nicht.

RheoNet liest die Daten so, wie sie heute anfallen. Welcher Ausschnitt für den ersten Blick reicht, klären wir im Gespräch. Kein Zugriff auf Ihre Systeme.

Das reicht für den Start

  • checkERP-Auftrags- und Rückmeldedaten als Export (ein SAP-Export reicht)
  • checkPrüfdaten je Seriennummer und Station (Logfiles oder Prüfdatenbank)
  • checkOptional: MES-Status je Arbeitsgang

Das ist nicht nötig

  • closeKein Eingriff ins MES, keine neue Schnittstelle
  • closeKein neues Steuerungssystem
  • closeKeine zusätzlichen Buchungen auf dem Shopfloor
  • closeKein IT-Projekt auf Ihrer Seite